Freitag, 20. Februar 2009

Die erste Woche vergeht

Im Laufe der Woche kamen nach und nach immer mehr Studenten an aus den verschiedensten Ländern: Südkorea, Vietnam, Österreich, Deutschland, Polen, Tschechei etc. Natürlich mussten wir uns erst einmal kennen lernen und uns austauschen. Die ersten Tage waren recht entspannend, da noch nicht allzu viele Kurse begonnen hatten. Natürlich sind wir immer noch Neulinge und unser Betreuer Alexander kümmert sich um uns. So haben wir alle unseren Ausweis für die Bibliothek bekommen und waren auch wegen den Kursen mehrmals im Office für ausländische Studenten. Auf dem Foto ist das Hauptgebäude der Polytechnischen Universität Tomsk zu sehen. Die Universität umfasst unzählige Gebäude in unserem ganzen Stadtteil. Doch eines der schönsten Gebäude ist das Hauptgebäude.
Natürlich gibt es für uns jeden Tag Neues zu entdecken. So lieben wir es durch die Supermärkte zu streifen und einfach nur all die tollen Sachen zu betrachten. Man glaubt gar nicht wie interessant das sein kann! Auch auf der Straße gibt es unglaublich Sachen zu entdecken. Halb zerstörte uralte Autos kämpfen sich durch Berge von Schnee, aber auch das ganze Gegenteil ist hier zu finden. (Habe doch tatsächlich einen wunderschönen Lexus gesichtet) Russland, dass Land der Gegensätze! Auch an den Gebäuden ist dies zu erkennen. Es gibt wunderschöne alte russische Holzhäuser und daneben neu erbaute gerade mal 2 Jahre alte Steingebäude. So unterschiedlich!




Dieses Haus befindet sich an der längsten Straße Tomsks
dem Leninprospekt




Dieses alte Haus befindet sich in der Usovostraße, wo sich auch unser Wohnheim befindet.










Eines Abends war ich zu Gast bei Katja. Sie und ihre Mitbewohnerin haben für mich gekocht. Es gab Kartoffelpüree mit Gulasch, frische Tomaten, Käse, Rohkostsalat und "russische Lebkuchen" (пяники). Diese werden aber anders als in Deutschland das ganze Jahr über gegessen.
Es war ein sehr gemütlicher Abend. Wir haben viel über die Unterschiede zwischen Deutschland und Russland gesprochen. Natürlich gab es auch Tee. Wie immer und überall. :-)
Am Ende meiner ersten Woche, die hauptsächlich aus Russischunterricht, Gegend erkunden und Einkaufen bestand, bin ich dann mit Judith meiner Lieblingsösterreicherin in ein russisches Restaurant zum Essen gegangen. In großen Buchstaben stand über dem Eingang „Herzlich Willkommen im Cafe Fondu“. So dachten wir, vielleicht ist es ja ein deutsches Lokal. Dies stellte sich schnell als Irrtum heraus. Aber trotz Sprachbarriere haben wir etwas sehr Leckeres aus der Karte gewählt: gedünstetes Fischschaschlik mit Tomatenstückchen.
So ging dann wieder ein Tag zu Ende. Die erste Woche verging wie im Flug.

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