Mittwoch, 18. Februar 2009

Meine Erste Woche beginnt


Es ist Montag: Meine erste Woche beginnt! Katja und ich haben uns am Morgen getroffen und sind zur Universität (zum 19th Building(Foto) - Uni besteht aus zahlreichen Gebäuden)gegangen, um die Formalitäten zu erledigen, d.h. Fotos machen, Registration, Abholen des Vorlesungsplans, der sehr leer war und außer Russischunterricht kaum etwas enthielt. Dann sollte es auch schon losgehen zu meiner ersten Vorlesung. Leider war der Raum nicht auffindbar und niemand konnte uns sagen, wo die Vorlesung „World Economy“ stattfindet. Zufällig war der Dozent der Chef meiner Freundin, so wurde am Telefon kurzerhand beschlossen die Vorlesung im Büro zu halten, da ich an diesem Tag eh die einzige Studentin war. Ich wusste gar nicht wie mir geschieht, dann saß ich bei Tee und Keksen im Büro und wir haben ein kurzes Gespräch geführt, einander vorgestellt und Erwartungen an die Vorlesung ausgetauscht. Nächste Woche geht es dann richtig los. Das war für mich schon mal ganz neu. So etwas gebe es in Deutschland wohl eher nicht. :-)
Dann war ich am Nachmittag noch einige Dinge einkaufen. Es ist unheimlich interessant durch die Lebensmittelläden zu schauen. Es gibt so unheimlich viele Produkte, alles was man auch in Deutschland kaufen kann: Nivea, Florena, Palmolive, aber auch Lebensmittel wie Almette, Danone, Hochland und Milka. Ich hätte nie gedacht, dass es in Russland so viele reichgefüllte kleine Lebensmittelläden und Supermärkte gibt (Foto: Wodkaangebot in Supermärkten). Dann habe ich mich noch etwas umgeschaut und bin zum Wohnheim zurück.
Am nächsten Tag hatten wir unseren Arztbesuch. Das war eine ganze neue Erfahrung. Alle ausländischen Studenten, die bis dahin angekommen waren, mussten zum Röntgen. Es wurde die Lunge auf Tuberkulose untersucht. Aber das ist keineswegs wie in Deutschland. Wir waren in einem kleinen etwas abgewirtschafteten Gebäude und mussten erst einmal zahlen. Natürlich nicht viel, aber erst einmal zahlen. Dann ging es ins nächste Gebäude dort befand sich der Röntgenapparat. Es war in einem alten Raum, wo ein furchterregend großes Röntgengerät stand. Dort musste man sich dann einfach draufstellen und es fuhr um einen herum. Sicherheitsmaßnahmen- keine. Aber wir haben es alle überlebt und niemand hatte Tuberkulose. J Dann ging es weiter mit dem Bus zum Krankenhaus. Doch Busse in Russland sind anders als in Deutschland. Es sind sehr kleine meist etwas schäbig aussehende Vehikel, wo man selber wissen muss, wo lang er fährt und wann man aussteigen muss. Es gibt keinen Routenplan oder feste Haltestellen. Und nicht vergessen vor dem Aussteigen zahlen! ;-) Das ist nicht einfach, aber wir hatten ja unseren Betreuer an Bord, der uns lotste! Danach waren wir in einem russischen Krankenhaus. Dort wurde zuerst gezahlt, dann ging es zur Untersuchung auf Hautkrankheiten und Läuse. Die Belege das wir gesund sind, mussten wir dann im Wohnheim abgeben. Das war schon recht aufregend.
Anschließend sind wir zur Universität und ich habe erneut nach meinen Kursen gefragt. Nun bekam ich nach und nach ein paar mehr raus. Aber wenn diese auf dem Papier stehen, heißt das noch lange nicht, dass sie in Realität auch stattfinden! ;-) Fand ich später heraus.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen