Als wir am Bahnhof ankamen, waren wir gleich fasziniert von dieser Stadt. Die Leute sahen ganz anders aus, ganz andere Gesichter. Es leben ca. 30% Burjaten Ulan-Ude und natürlich auch unheimlich viele Russen-Burjaten. Wir sind dann mit dem Bus zu der Wohnung von Marischa (Couchsurfing) und wurden gleich ganz nett begrüßt. Wir saßen dann zusammen in der Küche, denn ihre Mutter hatte für uns gekocht! So nett und war auch echt lecker.
Am nächsten Tag sind wir zu einem Dorf außerhalb von Ulan-Ude, welches Ivolginsk heißt, gefahren. Nicht weit von diesem Dorf befand sich Ivolginski Datsan, eine Ansammlung von Buddhist Tempeln. Das war etwas ganz Neues, ich kam mir vor wie in Asien. Wir haben gehört, dass dies die einzige solche Anlage ist, die unter Stalin erlaubt wurde. Wir sind durch das Areal gelaufen und haben uns alles angeschaut und dann sind wir voller Begeisterung ans Souvenirshopping, denn hier gab es jede Menge! Judith war im Paradies!
Keine richtige Straße, aber Hauptsache einen Fußgängerüberweg.
Wir waren außerdem hellbegeistert, die Landschaft hier war ganz anders. Einfach nur Steppe und sehr flach, hin und wieder ein paar Kühe auf der Weide. Wir sind auch noch ein bisschen durch das Dorf Ivolginsk gelaufen und waren etwas schockiert, dass es hier in einer Schule einen Malwettbewerb anlässlich des 9.Mais gab „Tag des Sieges“, der am nächsten Tag war. Kinder haben Panzer, Soldaten, Stalin und Hitler gemalt. Wir standen etwas schockiert vor dieser Schule und trauten unseren Augen kaum…
Der größte Leninkopf der Welt! Da wirke ich winzig dagegen.
Am Abend waren wir in einem mongolischen Restaurant. Wir haben mongolischen Tee probiert. Leider war das nicht so der Bringer- Wasser, Milch und Salz. Konnte keine ganze Tasse trinken. Ich habe eine mongolische Suppe gegessen: Es war Hammelsuppe mit einem Teig überbacken. Mal was ganz anderes und hat auch ganz O.K. geschmeckt.
Als wir am Abend bei Marischa wieder ankamen, hat ihre Mutti für uns Waffeln gemacht. Unglaublich! So saßen wir abends in der Küche bei Tee und Waffeln, obwohl wir schon nicht mehr konnten.

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