Dienstag, 12. Mai 2009

Listvyanka




Montagmorgen ging es endlich los Richtung Baikal! Wir sind zum Busbahnhof und dann ging es mit der Marschrutka raus aus Irkutsk. Wir haben einen Zwischenstopp im Museum Taltsy gemacht. Es befindet sich auf dem Weg nach Listvyanka im Wald. In diesem Museum kann man sehen, wie die Leute hier in Sibirien lebten, in was für Häusern und welche Kleidung sie trugen! Das Museum war wunderschön gelegen am Angara und inmitten sanfter Hügel und noch dazu wunderschönes Wetter.

Danach sind wir wieder weiter mit der Marschrutka nach Listvyanka und dann haben wir endlich den Baikal gesehen!!! Er lag vor uns riesig und blau!
Im Bus haben wieder alle mitbekommen, dass wir Ausländer sind und fingen schon an für uns eine Unterkunft und eine Banja zu organisieren. Als wir ausgestiegen sind, sind wir mit einer Babuschka mit, denn sie wollte uns ihr Touristenhäuschen zeigen. Uns gefiel es super und wir haben entschieden dort zu bleiben. Wir sind dann erst mal los, denn wir wollten Listvyanka erkunden. Unser erster Eindruck war nicht so toll. Es ist eigentlich ein kleines russisches Dorf mit Holzhäusern und dazwischen stehen Prunkkbauten reicher Russen oder Hotels, die optisch überhaupt nicht dazu passen.
Davor: Heißer Omul
Danach: Nichts mehr übrig!
Wir sind zum Markt gelaufen, wo man frischen Omulkaufen kann. Dieser Fisch ist typisch für den Baikal, er ist etwas fetthaltiger als andere Fische, damit er im kalten Baikalwasser überlebt. Wir haben uns heißen Omul gekauft und in die Sonne gesetzt. Er war fantastisch! Er hat viel besser geschmeckt als anderer Fisch, den ich zuvor gegessen habe! Außerdem haben wir auch noch ein Позы (Posui) probiert . Das ist eine Teigkugel, gefüllt mit einer Masse aus Fleisch und Gemüse. War sehr lecker.

Danach sind wir ins Baikalmuseum, wo man viel über die Flora und Fauna in und um den Baikal erfahren kann. Sie haben einen U-Bootsimulator, wo man in die Tiefen des Baikals abtaucht bis zur tiefsten Stelle in 1637m. Außerdem kann man in Aquarien verschiedene Fische bestaunen, wie zum Beispiel den Omul und die Baikalrobben- Baikalskaja Nerpa. Sie sind die einzigen Robben, die im Süßwasser leben. Leider sind sie nur im Norden des Sees zu finden.
Magda und ich im U-Boot


Omul- Baikalfisch

Baikalrobben
Am Abend gingen wir in eine russische Banja, denn die Frau vermietet ihre Banja in ihrem Garten auch an Gäste. Das war eine ganz neue Erfahrung!

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